Karl Ranseier* ist tot, vier bis fünfzehn
14. März 2009 von Rubbel | kein Kommentar
…fassen wir hier die restlichen zwölf Tode von Karl Ranseier zusammen:

Der wohl erfolgloseste Astronaut aller Zeiten kam nur auf die Welt, weil seine Mutter die erste bemannte Raumpflegerin war. Er aß schon als Kind am liebsten Kindermilchstraße. Im Alter von nur 5 Jahren passierte etwas, was Ranseiers Leben für immer beeinflussen sollte: Er sah ein grünes Männchen, mitten auf der Fußgängerampel. Auch in der Schule war er nicht auf den Mond gefallen. Später eiferte er seinem großen Vorbild Nil Amstrong nach und lernte Trompete. Weil er überall seine Nase reinsteckte, wurde er aus der Astronautenschule achtkantig herausgeschmissen. Ein kleiner Tritt für Ranseier, ein großer Tritt für die Menschheit. Aber er erfand das Essen aus der Tuba, die Nasenklammer für Synchronastronauten und den bauchfreien Raumanzug. Dann war es endlich so weit! Er machte seine ersten Raumausflug mit der Billigraumfluggesellschaft Birgenall, aber er hatte Probleme. Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre musste er nochmal zahlen, weil er keinen Stempel auf der Hand hatte. Karl Ranseier starb gestern, als er versuchte mit Dynamit in die Luft zu fliegen.
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Als wohl erfolgreichster Engel aller Zeiten wurde ich selbstverständlich in einem Himmelbett gezeugt. Schon als Kind aß ich nur Harfe-Brei und spielte im Krippenspiel immer die Krippe. Mit dreizehn Jahren hatte ich meinen ersten dicken Fisch am Engel. Leider wurde ich dabei erwischt. Dummerweise von den Hells Angels. Später machte ich den Heiligenschein Klasse 2 und durfte sogar von LKWs überfahren werden. Mit 25 wurde ich beim Stammtisch wegen meiner Flügel gehänselt und flog daraufhin aus der Kneipe. Ich erfand den Mercedes Flügeltürer, den Heiligenscheinwerfer und die Fernsehserie “drei Engel mit Chili”. Von da an ging es bergab. Ich fiel aus allen Wolken, färbte mir die Harfe rot und stand bei Petrus vor verschlossener Himbeertorte. Ich starb gestern bei dem Versuch, den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen.
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Am 15. April 1995 erreichte uns folgende Schreckensmeldung: Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Briefträger aller Zeiten, durfte Zeit seines Lebens immer nur in der Pausstraße in Essen-Borbeck zustellen. Und da auch nur die linke Seite, weil er die ungeraden Zahlen nicht lesen konnte. Bereits im Alter von 3 Jahren entdeckte Ranseier seinen Hang zur Post, als er immer wieder von einem Hund gebissen wurde. Da stand für ihn fest: Ich werde Posträuber oder postmodern oder Postatakrebs. Kurz danach zog er in den Schalter 5 der Borbecker Hauptpost, tapezierte seine Wände mit Briefmarken, und reiste nur noch in Postkutschen. In seiner Freizeit spielte er Posthorn oder Briefkasten. Karl Ranseyer starb am 15. April vor 18 Millionen Menschen, als er versuchte bei “Wetten dass..?!” sämtliche Stempelkissen dieser Welt am Geschmack zu erkennen.
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Der wohl erfolgloseste Killer aller Zeiten trug schon als Kind immer Schießer-Unterwäsche. Seinen ersten Misserfolg verbuchte Ranseier bereits im Alter von vier Jahren, als er seinen Eltern lediglich den Nerv tötete. Später versuchte er, seine Opfer mit Joghurt zu vergiften, der das Verfallsdatum überschritten hatte. Auch dieser Versuch schlug fehl. Grund: Schaltjahr. Ranseiers größter Coup misslang 1963, als er mit einer Steinschleuder auf einem Hochhausdach in Bielefeld-Sennestadt auf John F. Kennedy wartete. In die Schlagzeilen kam er, als er Karin Tietzte-Ludwig mit 49 Kugeln traf - und das ohne Gewehr! Als Serienkiller hatte Ranseier allerdings einen Achtungserfolg: Durch einen Gastauftritt killte er die Serie “Die Wagenfelds”. Noch in hohem Alter versuchte er, Willhelm Tell nachzueifern. So schoss Ranseier seinem eigenen Sohn die Birne unterm Apfel weg. Karl Ranseier wurde gestern in Notwehr von einer Tontaube erschossen.
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Der wohl erfolgloseste Drogenabhängige aller Zeiten, inszenierte schon als Kind mit seinem Kasperle-Theater eine Drogenszene, spielte “Spritz pass auf” und hatte alle Platten von Marihuana Rosenberg und Kokain Wecker. In der Schule wollte er immer high sein, und schnüffelte an alten Turnbeuteln. Schon mit 14 hing er an der Nähmaschine. Immer wieder brauchte er neuen Stoff, und schneiderte sich aus zwei Meter Chiffon eine Designerhose. Die zog er sich immer Sonntags durch die Nase an. Der erste Versuch harte Drogen zu konsumieren, scheiterte kläglich. Er spritzte das Heroin nicht in die Ader, sondern in die Oder. Grund: Er hatte sich verdrückt. Weil er sich keine Einwegspritzen leisten konnte, erfand er die unkaputtbare 1,5 Liter Pfandspritze. Ranseier entkam dem Teufelskreis, ging auf Entzug und machte eine Ausbildung zum Kifferothopäden. Dabei schrieb er auch sein Buch “Karl R. Wir Kinder vom Streichelzoo”. Dann wurde Ranseier rückfällig, war aber bei den Junkies nicht sehr beliebt, weil er im Maggi-Koks-Studio immer wieder Knorr fixte. Karl Ranseier starb gestern an einer Überdosis Fischeier, und wurde Deutschlands erster Rogentoter.
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Das erfolgloseste ADAC-Mitglied aller Zeiten machte im Jahr 1979 zum ersten Mal auf sich aufmerksam. Er befuhr die A3 von Köln nach Frankfurt im Rückwärtsgang mit geöffneter Warnblinkanlage. In den achtziger Jahren fuhr sich Ranseier als Geisterfahrer in die Herzen vieler Menschen. Unvergessen bleibt seine spontane Hilfsbereitschaft, wenn es darum ging alte Damen auf der Straße zu überfahren. Karl Ranseier war gerngesehener Gast in allen Amtsstuben, wo er oftmals seine abgelaufenen Reifen verlängern ließ. Zeit seines Lebens versuchte Ranseier die Formel 1 auszurechnen. Er kam zu keinem Ergebnis. Karl Ranseier starb gestern im Alter von 82 Jahren an den folgen einer Führerscheinprüfung.
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Karl Ranseier hatte sein Leben dem Telefon verschrieben, weil sonst niemand mit ihm sprechen wollte. Bereits 1950 führte Ranseier ein 15 Stunden langes Selbstgespräch mit seinem Zwei-Hörer-Fon. Davon bekam auch niemand etwas mit, als er vier Jahre später das Drei-Hörer-Fon erfand. Seine Telefonansagedienste, wie die “Kaffeekränzchen-Hotline”, die “Murmel-Tauschbörse” und auch “Malen nach Zahlen mit dem Tastentelefon” werden unvergessen bleiben. Heute verstarb der Erfinder der Telefonansagedienste im Kreis seiner Mutter. Seine letzten Worte waren: Bei meinem Tod ist es 10 Uhr 27 Minuten und 40 Sekunden.
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Der wohl erfolgloseste Papst aller Zeiten, bekam schon zu seiner Einschulung eine mit Süßigkeiten gefüllte Bischhofsmütze geschenkt. Seine kirchliche Laufbahn begann Karl Ranseier als Messbecher. Mit elf Jahren bekam er seine erste Meßlatte und wurde dann Aushilfskaplan bei der Firma Ado. Dort hielt er auch seine berühmte Gardinenpredigt. Nach seiner Wahl zum Kirchenoberhaupt wollte sich Ranseier ursprünglich “Papst Mohammed” nennen, aber seine Frau war dagegen. Ranseier wollte ein moderner Papst sein: So ließ er Beichtstühle durch Beichtsofas ersetzen, Zölibat durch Rapunzel und sein Haar herunter. Zudem war er der erste Papst, der in der Öffentlichkeit statt einer Mitra einen Wonderbra trug. Zuletzt war Ranseier in die Schlagzeilen gekommen, als er sich beim Ostersegen versprach und statt “Urbi et Orbi” “Tim und Struppi” sagte. Karl Ranseier starb bei den Proben des diesjährigen Fronleichnamzugs, als er von einer Kamelle am Kopf getroffen wurde.
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Der wohl erfolgloseste Entführer aller Zeiten war schon als kleines Kind fasziniert von dem Märchen “Der Wolf und die sieben Geiseln” und verschleppte daraufhin eine Grippe. Später erhielt er sein erstes Lösegeld: Nach der spektakulären Entführung von 32 Pfandflaschen bekam er 9,60 Mark raus. Eine herbe Enttäuschung erlebte er mit seiner legendären Oetker-Entführung. Keiner war bereit, sieben Millionen Mark für eine Backmischung zu bezahlen. Zu Übungszwecken entführte Ranseier seinen Sohn und erpresste 2 Millionen Mark, die er noch heute abstottert. Sein nächstes Opfer versteckte er gut in seinem abschließbaren Poesiealbum. Obwohl die Polizei eine Telefonfangschaltung einrichtete, wurde Ranseier nicht gefasst. Grund: Er hatte sich verwählt. Um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, schickte er den Angehörigen einen abgeschnittenen Fingernagel. Pech hatte Karl Ranseier mit seinen akribisch geplanten Geldübergaben . Er forderte die Polizei auf, das Lösegeld bei Karlsruhe über einen fahrenden Zug zu werfen. Das Vorhaben scheiterte. Grund: der neue Winterfahrplan der Bahn. Karl Ranseier starb gestern in Spanien, als er versuchte, für immer in einer Paella unterzutauchen.
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Der wohl erfolgloseste Diktator aller Zeiten tyrannisierte bereits in jungen Jahren seine Eltern. Während seiner Schulzeit schrieb er sein erstes Buch. Einen Leitfaden für Nationalfetischisten mit dem Titel: Mein Schuh. 1938 nahm Ranseier all seinen Mut zusammen und beschloss die Massen zu mobilisieren. Seinen Parolen “Heute ganz Deutschland und morgen die Guns’n Roses” und “Ein Volk, ein Reich, einsachtzig”, konnten jedoch nur wenige Menschen folgen. 5 Jahre später verwechselte Ranseier schließlich die Buchstaben “N” und “T” und organisierte einen Punsch. Dabei verbrannte er zahlreiche Duden und griff Polen mit einem Bataillon Panzerschildkröten an. Aber auch damit hatte er keinen Erfolg. Außerdem war sein Schnurrbart zu breit. Ranseier floh nach Spanien und wurde Diktatorero. Doch seine nationalfetischistische Vergangenheit holte ihn wieder ein. Karl Ranseier starb heute morgen bei dem Versuch seinen neuen Schäferhund “Fass” zu nennen.
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Der wohl erfolgloseste Hellseher aller Zeiten, war selbst überrascht als er plötzlich verstarb. Seine Übernatürlichen Fähigkeiten waren bemerkenswert. Er besaß nicht nur das zweite Gesicht, sondern auch die dritten Zähne, eine Sechs in Mathe, und alle Folgen vom siebten Sinn. Er las aus entkoffeinierten Kaffeesatz, sah die Zukunft in Kristallkugeln und legte für seine Freunde Fliesen. Obwohl er sich mit seinen spitzen Hüten und den mit Mondsicheln beklebten Plüschpantoffeln überall lächerlich machte, stutzten seine Kollegen nicht schlecht, als er während eines Betriebsausfluges volle Fahrt voraus sagte. Karl Ranseier starb gestern, als er, beim Versuch ein Sternzeichen zu lesen, von einem Mercedes überfahren wurde.
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Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Nachrichtensprecher aller Zeiten hörte sich schon in jungen Jahren am liebsten selber reden. Bereits in der Schule zeichnete sich der spätere Weg Ranseiers ab. Er meldete sich nie mit Fingerschnippen sondern stets mit einem lauten und deutlichen: “Bonn!”. 1961 sorgte Ranseier zum ersten Mal für Schlagzeilen, als er am Tag des Mauerbaus meldete: “Wie ich einmal mit meinen Eltern auf Norderney war.” Ranseier war der erste Nachrichtensprecher im deutschen Fernsehen, der weder Hosen, noch Strümpfe, noch Cowboystiefel aussprechen konnte. Auch sein Versuch die Bebe-Sprache einzubufübühreben gibing leibeideber ibin dibie Hobosebe. Unvergessen bleibt Ranseiers Faux pas, als er Schalke 05 sagte obwohl die drei null gewonnen hatten. Auch sein berühmtes “Gedicht aus Bonn” wurde wieder eingestellt. Ranseier fand keinen Reim auf Stefan Heym und auf Helmut Kohl fand er immer nur Hannelore. Karl Ranseier starb gestern im Alter von 76 Jahren bei dem Versuch die Wetterkarten neu zu mischen. Die Nachricht von seinem Tod erreichte ihn leider zu spät.
*Für alle die es vergessen haben:
Der Tod von Karl Ranseier war einst ein Running-Gag der Sendung “RTL Samstag Nacht”.
